Hanshan Offene Weite
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Den Weg des Buddha gehen heißt, sich selbst zu erforschen.

Sich selbst zu erforschen heißt, sich selbst zu vergessen.
Sich selbst vergessen heißt, von den zehntausend Dingen erleuchtet werden.
Von den zehntausend Dingen erleuchtet zu werden heißt, Leib und Geist von sich selbst
sowie Leib und Geist des anderen wegfallen lassen.

Die Spuren der Erleuchtung verschwinden. Die spurlose Erleuchtung dehnt sich aus – endlos. Wenn man zuerst den Dharma (die Lehre Buddhas; das universelle Gesetz) sucht, entfernt man sich weit aus dessen Umgebung.
Wenn einem der Dharma schon richtig überliefert ist, so ist er allsogleich der ursprüngliche Mensch.

Dogen Zenji (Genjokoan)

Was ist Zen?

Zen ist eine Schule des Buddhismus, die etwa im 6. Jahrhundert in China entstanden ist. In der Zen-Tradition wie sie in China ausgebildet wurde, verbinden sich die ursprüngliche Lehre des Buddha, die Philosophie des Mahayana-Buddhismus und der Taoismus zu einer neuen Schule.
Im Mittelpunkt steht die Meditationspraxis (etymologisch leitet Zen sich von Dhyana, sanskrit für Versenkung ab), das Za-Zen. Die Zen-Praxis ist eine Hilfe zur Einsicht in die eigene Selbst-Natur. Diese Einsicht kann nicht durch jemanden anderen vermittelt oder auch intellektuell gewonnen werden, sondern muss durch eigenes Erwachen selbst erfasst werden. Dieses Erwachen zur eigenen Selbst-Natur steht ganz im Mittelpunkt des Zen.
Eine weitere Hilfe zum Erwachen ist die Koan-Praxis, die im Rinzai-Zen ausgebildet wurde. Kurze Begebenheiten aus der Zen-Tradition, Wortwechsel zwischen Lehrer und Schüler oder auch legendarische Motive bieten die Grundlage für einen Dialog zwischen Lehrer und Schüler, in dem der Schüler seine Zen-Einsicht präsentiert und der Lehrer Gelegenheit zu individueller Unterweisung hat. Ein Beispiel für ein Koan ist z. B. die Begegnung zwischen Bodhidharma und dem Kaiser von China. Was ist die Offene Weite? Warum sagt Bodhidharma, dass er nicht wisse, wer er sei? Der Schlüssel für die Beantwortung dieser Fragen ist das Erforschen des eigenen Selbst. Die Frage: "Wer bin ich?" ist daher eine der Grundfragen, die wir in der Zen-Praxis versuchen zu klären.